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  • 13. Apr.
  • 4 Min. Lesezeit

Der Trampelpfad im Kopf –

wie Lernen im Gehirn wirklich funktioniert





„SCHEISSE.“

Was für ein Müll.


Lernerei für… NIX.

Alles versemmelt.


Ich halte das Blatt in der Hand.

IT Klausur.

Rot angestrichen.

Zahlen, die ich gerade am liebsten wegwischen würde.


Das war doch MEIN Moment.

Ich konnte das.

Wirklich.

Gestern Abend noch…


Gestern....


Küchentisch.

Zettel überall.

Radiergummi-Krümel.

Und mein Mann neben mir.


„Komm, wir gehen das nochmal durch.“


Syntax. Diese dämliche Computersprache.


if (x > 5) { 

console.log("größer als 5");

}


Warum ist da eine { ?!

Am Anfang:

Chaos im Kopf.

Ich verstehe nichts.

Gar nichts.

Aber wir machen weiter.


Er erklärt.

Nochmal.

Und nochmal.

Anders.

Mit Geduld.

Und dann…

passiert es.


Klick.

„Ach sooo!“


Ich sag dem Programm selbst, was es tun soll.

Stimmt.

Nochmal.

Stimmt.


Ich kann das.

Ich schaue ihn an:

„Ich hab’s verstanden!“

Und er lächelt.


Ich gehe ins Bett mit diesem Gefühl:

Morgen wird gut.

Ich schaffe das.



Und heute?


Blackout.

Ich sitze da.

Die Arbeit vor mir.

Ich lese die Aufgabe.

Nichts.


Was war das nochmal?

Wie ging das?

Warum ist alles weg?!


Dieses sichere Gefühl von gestern?

Verschwunden.

Und jetzt stehe ich hier…

mit dieser Note.

Und diesem Gedanken:


Ich hab doch gelernt…



Fühlst du es auch?


Diese Mischung aus:

Frust

Verwirrung

Selbstzweifel


Und genau so fühlt sich dein Kind.


Wenn es sagt:

„Ich hab das gelernt… aber ich weiß es nicht mehr.“

Dann liegt das nicht daran, dass es faul ist.

Nicht daran, dass es nicht aufgepasst hat.

Sondern daran,

wie Lernen im Gehirn wirklich funktioniert.



Wie Lernen im Gehirn wirklich funktioniert


Grundsätzlich gilt:

Lernen ist kein „Speichern auf Knopfdruck“.

Es ist eher wie ein Weg im Wald.


Am Anfang:

kein Weg da


Dann gehst du einmal durch:

Gras wird leicht platt


Noch einmal:

ein kleiner Pfad entsteht


Immer wieder:

ein richtiger Weg


Genau so entstehen Verbindungen im Gehirn.


Nicht durch einmal hören. Nicht durch einmal lesen.

Sondern durch Wiederholen.


Na dann müssen die Kinder einfach wiederholen

und wiederholen

und wiederholen

und wiederholen

.............


JA/IN


Viele Kinder machen leider genau diesen Fehler:


lesen

nochmal lesen

nochmal lesen

Und denken: Jetzt bleibt es hängen.


Aber das Gehirn sagt:


„Joa, schee war's, ich war ja nur Zuschauer.“


Und Zuschauer erinnern sich schlecht.



Lernen funktioniert nur, wenn dein Kind beteiligt ist


Ungelogen.

Ich merke es bei mir selbst.

Ich merke es bei meinen Kindern.

Ich merke es in meinen Trainings.


Deswegen haben wir ein besch.... Schulsystem.


Tisch. Stuhl. Stillsitzen. Mund halten. Stift. Papier. Konzentrieren. Vorgekautes nachmachen.

Als wären unsere Kinder kleine Primaten die gefüttert werden.

Bloß nicht selber kauen, das können sie noch nicht...

und mich schüttelts...


Das Gehirn merkt sich nun mal aber Dinge besser, wenn dein Kind:

selbst nachdenkt

etwas erklärt

etwas ausprobiert

sich bewegt


Nicht passiv – sondern aktiv.


Das ist Fakt.

Nichts neues.

Wissenschaftilch belegt

(Für alle die Studien wälzen)


Man kennt es ja aber auch von sich selbst.




Zudem verstärken Bewegung und Gefühle das Lernen enorm


Vielleicht hast du schon gemerkt:

Wenn dein Kind sich bewegt, ist es oft wacher.


Das ist kein Zufall. Bewegung:

aktiviert das Gehirn

verbessert die Durchblutung

hilft beim Verknüpfen von Informationen


Oder einfacher gesagt:

Bewegung hilft dem Gehirn, Wege zu bauen.


Der Trampelpfad entsteht sicher nicht, wenn ich nur vor der Wiese stehe, das Gras anstarre und mir vorstelle, wie ich da jetzt nun mehrmals entlang laufe.

Da wächst das Gras schneller wieder drüber als ich gucken kann.


Man muss schon aktiv laufen anfangen.


Und das Gehirn stellt sich immer eine Frage:


„Ist das wichtig für mich?“

Wenn etwas:

langweilig ist

stressig ist

unter Druck passiert


sagt das Gehirn:

„Nö, eher nicht.“


Wenn etwas:

Spaß macht

spannend ist

emotional ist


sagt das Gehirn:

„yes, check ein, merken wir uns!“



Was dein Kind wirklich braucht


Also merk dir, damit Lernen wirklich funktioniert, braucht dein Kind:

Wiederholung

Aktivität

Bewegung

Emotion


Nicht mehr Druck.

Nicht mehr Erklärungen.


Sondern bessere Bedingungen fürs Gehirn.



3 Dinge, die du heute ausprobieren kannst:


1. Lass es dein Kind erklären


„Erklär mir das mal.“

Nicht perfekt – einfach so, wie es kann.


Lass es erstmal darüber selbst nachdenken, wie es sein könnte und es erklären lassen.

Das wird in manchen Themen dann auch richtig ulkig, was in Kinderköpfen so vor sich geht.


2. Baue Bewegung ein


Laufen.

Hüpfen.

Im Kreis drehen.

Zeigen.

Alles, Hauptsache nicht nur sitzen.


3. Wiederhole - aber anders


Nicht einfach nochmal lesen. Sondern:


erzählen

malen

anwenden

in Bewegung


Mein Sohn wiederholt gern beim Inliner fahren.

Das machen wir dann ab und zu zusammen.


Oder malt das gelernte an die Fenster.

Ist doch egal wenn die mal dreckig werden.

Kann man wieder putzen.

Und putzen mit Lernen verbinden ist auch ne coole Sache.




Und wenn du Ideen suchst, wie dein Kind nicht nur versteht, sondern sich Dinge auch wirklich merken kann,


dann schau dir gern mein KopfKlar Kurs an - gibt es auch mit dem NeuroNinja Kurs als Lernpower-Bundle

da findest du viele einfache Wege, die im Alltag wirklich funktionieren





Lerne leichter. Lerne mit Freude.

Deine Natalie 🚀

 
 
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